VAMED | Wien
- Relevanz
- Titeltreffer
- Datum
VAMED | Wien
Das Wichtigste in Kürze
Im Parkett- und Bodenlegerhandwerk verdient ein angehender Bodenleger im ersten Ausbildungsjahr etwa 560 Euro brutto im Monat, im zweiten Ausbildungsjahr knapp 610 Euro und im dritten Ausbildungsjahr knapp 680 Euro.
Als ausgelernter Bodenleger wirst Du Kunden zu möglichen Fußbodenbelägen beraten, Abstimmungen mit dem Kunden zum Produkt vornehmen und die zu belegende Fläche ausmessen. Darüber hinaus wirst Du in der Lage sein, Verlegeskizzen anzufertigen, alte Bodenbeläge zu entfernen, Spachtelmasse und Schleifer zu handeln und Kork, PVC, Parkett sowie viele weitere Fußbodenbeläge zu verlegen. Auch bei Ausbesserungen und Reparaturarbeiten ist der Bodenleger gern gesehen.
Um einen Ausbildungsplatz zum Bodenleger zu ergattern, solltest Du gute Noten in Mathe und Werken sowie mindestens einen Hauptschulabschluss mitbringen. Zudem verlangt der Berufsalltag von Dir persönliche Eigenschaften wie: gutes räumliches Vorstellungsvermögen, eine körperlich gute Konstitution, eine sorgfältige Arbeitsweise und Geschicklichkeit.
Laminat, Parkett, Kork oder PVC – nach einer Ausbildung zum Bodenleger bist Du Experte für alle Beläge, die einen Boden verschönern können. Dafür machst Du Dir vorab ein klares Bild über sämtliche Gegebenheiten und gibst dem Kunden wertvolle Tipps zur Bodengestaltung seiner Räumlichkeiten. Natürlich berücksichtigst Du dabei nicht nur die Optik, sondern auch funktionelle Aspekte wie die Schall- und Wärmedämmung eines Fußbodenbelags.
Sind alle Fragen geklärt und das Material bestimmt, geht es mit Winkelmesser, Lineal und Ultraschallentfernungsmesser ans Werk. Die Lehre bereitet Dich bestens darauf vor, im Handumdrehen jeden Winkel der zu bearbeitenden Fläche richtig ausmessen zu können. Die ermittelten Werte geben Dir eine Übersicht über die Materialmenge, die Du schnell lernst selbstständig zu berechnen. Aber Vorsicht: Kunde und Vorgesetzter legen größten Wert darauf, dass Du sparsam mit dem Material umgehst. Die Menge bestimmt schließlich die Kosten.
Bevor es mit dem eigentlichen Bodenverlegen losgehen kann, musst Du Dich darum kümmern, dass der vorhandene Bodenbelag fachmännisch entfernt wird und eventuelle Unebenheiten mit Spachtelmasse und Schleifmaschine ausgebessert werden. Erst danach wirst Du das abgestimmte Material verlegen können. Als Werkzeug dienen Dir dazu Schere, Messer, Kleber und Walze. Hier ist besonderes Geschick gefragt. Schließlich wollen auch Treppen und sehr verwinkelte Grundrisse perfekt mit dem neuen Material verlegt sein. Neben den unterschiedlichen Grundrissen stellt Dich der zu verlegende Fußbodenbelag immer wieder vor Herausforderungen. So muss Parkett natürlich ganz anders gehandhabt werden als zum Beispiel Teppich. Zudem kann es auch vorkommen, dass Du Dich nur um Ausbesserungen kümmern sollst. Eine beschädigte Paneele oder Beulen im Linoleum sind keine Seltenheit und lockern den Berufsalltag eines Bodenlegers sehr gut auf.
Die meisten Berufsanwärter sind mindestens im Besitz eines Hauptschulabschlusses. Aussichtsreicher stehen Deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz, wenn Du ein einschlägiges Praktikum absolviert hast. Berufserfahrung sehen Ausbilder sehr gern. Zudem zeugt berufliches Engagement von einer hohen Motivation und Lerneifer. Solltest Du noch ein wenig Zeit bis zur Bewerbungsphase haben, könnte das ein wichtiger Schritt vor dem Einstieg in die Ausbildung sein.
Neben den Schulnoten spielen die persönlichen Eigenschaften eine große Rolle bei der Berufswahl. Bringe die folgenden Eigenschaften – sofern sie auf Dich zutreffen – am besten schon in Deinem Bewerbungsschreiben unter und füge jedem einzelnen vielleicht noch ein kleines Beispiel hinzu. Das schafft Glaubwürdigkeit und ermöglicht dem Adressaten, sich ein handfestes Bild von Dir zu machen.
Zu den wichtigsten Eigenschaften eines Bodenlegers gehören:
Für die Ausbildung zum Bodenleger musst Du insgesamt drei Jahre einplanen. Sie verläuft dual und führt Dich an die Berufsschule sowie in den Ausbildungsbetrieb. Letzterer stattet Dich vor allem mit dem praktischen Know-how eines Bodenlegers aus. Es werden Fragen geklärt wie:
Die Berufsschule sorgt für das nötige Hintergrundwissen. Die Kombination aus Theorie- und Praxisphasen macht viele theoretische Inhalte besser verständlich und die Lehre selbst weniger trocken.
Am Ende der Ausbildung wartet die Abschlussprüfung auf Dich. Wer allerdings über die gesamte Ausbildungszeit hinweg fleißig gelernt hat, für den sollte die größte Herausforderung nur die Bewältigung der Nervosität sein.
Da die Lehre zum Bodenleger dual organisiert ist, kannst Du Dich schon während der Ausbildungszeit auf ein geregeltes Einkommen einstellen. Da es keine einheitliche Regelung für die Ausbildungsgehälter gibt, wirst Du in verschiedenen Branchen auf unterschiedliche Gehälter treffen. Als Anhaltspunkt findest Du oben auf dieser Seite das gängige Ausbildungseinkommen eines Auszubildenden im Parkett- und Bodenlegerhandwerk:
Diese Abhängigkeit wird sich auch nach Beendigung der Lehre nicht ändern. Zudem beeinflussen Faktoren wie der Unternehmensstandort und Deine eigene Erfahrung die Lohnhöhe enorm. Unter Berücksichtigung dieser Umstände lässt sich ein derzeitiger Stundenlohn von 14,26 Euro brutto für den ausgelernten Bodenleger ermitteln. Je länger Du im Berufsleben steckst, desto wahrscheinlicher wird eine Gehaltserhöhung. Wer auf diese nicht lange warten will, kann über Weiterbildungen schneller etwas mehr verdienen.
Nach der Lehre ist vor der Weiterbildung – diesen Leitsatz solltest Du Dir vor allem dann zu Herzen nehmen, wenn Du Deine Karriere schnell voranbringen willst. Kurze Seminare und Lehrgänge spezialisieren Dich auf einen bestimmten Fachbereich. Zudem halten Sie Dein Wissen auf dem neusten Stand und bringen Dir langfristig erhöhte Chancen auf dem Arbeitsmarkt ein. Interessante Themen könnten beispielsweise sein:
Daneben könntest Du Dich natürlich auch einer intensiveren Weiterbildung widmen und Dich zum Technischen Fachwirt oder Meister qualifizieren. Mit diesen Zertifikaten ist es leichter, in Führungspositionen aufzusteigen und schnell mehr Geld zu verdienen. Die investierte Zeit lohnt sich also in jedem Fall. Es kommt eher darauf an, was Du nach Deiner Ausbildung erreichen willst.
Wissenswertes
Das könnte Sie auch interessieren